Führerkult für jedermann

safe_image

Nicht nur bei uns gab es in der Vergangenheit Huldigungen großer Persönlichkeiten. Ob auf dem roten Platz in Russland, dem Reich der Mitte oder in Nordkorea, überall auf der Welt wurden und werden Führerkulte betrieben. Zumeist handelt es sich um politische Personen, die einem System voranstanden und, um es wertfrei zu beurteilen, ein ganzes Volk durch ihre Medien oder Propagandainstitutionen in ihren Bann zogen oder immer noch ziehen.

Das Ganze dient einem Zweck, Einschwörung der Menschen auf einen Einzelnen, das Gefühl geben Teil einer Gemeinschaft zu sein und dadurch Kontrolle über das Individuum zu erhalten. So wie sich die Erde um die Sonne dreht, braucht jeder Mensch einen Lebensinhalt, einen Mittelpunkt und das machen sich diese Regime zu nutze.

Was in totalitären Staatsformen betrieben und von Demokratien als Chauvinismus deklariert wird, funktioniert im weitesten Sinne, wie man am Beispiel des vor gut 40 Jahren verstorbenen Mao Zedong oder aktuell an Kim Jong-un zweifelsfrei erkennen kann. Es wird um diese Persönlichkeiten ein Mythos aufgebaut. Zumeist handelt es sich um aus einfachen Verhältnissen stammende Menschen, die es bis an die Spitze eines Landes schafften oder aber „Übermenschliches“ für andere vollbrachten. Sie selber bzw. Vasallen machen diese somit zu etwas Besonderem, einem Vorbild, dem zu folgen höchstes Gut und Hauptaufgabe im Leben ist.

Der Mensch des Westens, aufgeklärt und frei von solchen „mittelalterlichen“ Methoden, erkennt die Manipulation der Massen und gibt sich so etwas nicht hin, so wird es zumindest in unseren Schulen und Medien suggeriert.
Betrachtet man dies genauer fallen Ungereimtheiten auf und es beschleicht einen das Gefühl, dass bei uns eben doch eine ähnliche Vorgehensweise existiert.

Gibt es also auch bei uns einen Führerkult?

Nun, dazu sollte man zuerst einmal im Groben verstehen, wie das System die Mitbürger leitet. Wie bereits erwähnt, geht in Staaten mit alleinigen Führern die Massenbeeinflussung von der Regierung direkt auf die Medien aus, welche die Doktrin an das Volk weiterreichen. Bei uns hingegen ist das nicht sofort erkennbar, da man uns, wiederum über die Medien eintrichtert, dass diese und der Staat unabhängig voneinander sind, ein freies Land für freie Menschen. In diesem freien Land darf jeder nach Gutdüngen Leben und sich entfalten. So zumindest die Theorie.

Nach der kurzen Erläuterung, dass unsere Medien (offiziell) nicht staatlich gesteuert sind, schauen wir uns doch einmal an, ob es nicht doch einen Führerkult in der aufgeklärten, demokratischen Welt gibt. Nun werden sich einige Zeitgenossen sicherlich sagen, was das wieder für ein Quatsch ist, wir haben doch seit 45 keinen Führer mehr.
So gesehen haben wir wirklich keinen direkten Führer mehr wie man ihn sich vorstellt. Keine Statuen, keine Publikationen, keine Symboliken die auf eine Leitfigur hinweisen. Auch scheint die Titulierung „Führer“ zu negativ belastet, wie man uns bereits in jungen Jahren beibringt. Das Wort Idol oder Held wäre hier passender einzusetzen.

Manch kluger Leser wird nun vorausdenkend erkannt haben, wo der Zug hinfährt und was mit dem Artikel eruiert werden soll. Genau, die Helden und Idole aus Funk, Fernsehen und Multimedia. Wer erinnert sich nicht gerne an seine Kindheit, die von He-Man, Luke Skywalker und der Gleichen dominiert war?
Oder als Jugendlicher in Leuten wie Michael Schumacher, in Fußballstars, in irgendwelchen Wrestlern ein Vorbild sah, dem man es gerne gleichtun wollte?
Dahingehend hat sich nichts geändert. Schon zu Frühzeiten gab es viel Rummel um „große“ Personen. Die Römer hatten ihre berühmten Gladiatoren, die Griechen ihre Denker und Philosophen, im Mittelalter waren es Ritter die legendäre Schlachten fochten oder sich für Bedürftige ala Robin Hood einsetzten und der Barock schmückte sich mit Genies wie Voltaire oder Mozart.
Die oberen Herren wussten stets solche populären Leute für ihre Zwecke einzusetzen, um Einfluss auf ihre Untertanen zu erhalten.

Die „Helden“ und „Idole“ des Jahres 2014 stammen aus GZSZ oder lauten Justin Biber.
Mitmenschen die mehr oder minder irgendetwas geleistet haben, oder schlicht durch ihr destruktives Verhalten, von den Medien „rebellisch“ genannt, auffallen. Es werden Poster, Zeitschriften, Kleidungen und sonstige kommerzielle Artikel an den Mann gebracht. Nicht nur viel Geld kann primär damit verdient werden, der sekundär latente, dahinter steckende Grund ist ebenso einfach:

Führerkult für jedermann!

Gut, zugegeben, Führerkult ist politisch nicht korrekt, nennen wir es also lieber „Leitkultur“. Vom Sinn her das Selbe, nur wird das für den ein oder anderen Zeitgenossen nicht so anstößig klingen.

Mit der Masche jedem seinen individuellen Helden zu geben, fahren die da oben ganz gut. Ein junges Mädchen braucht die Backstreet Boys oder Brosis. Der Lebensmittelpunkt muss sich darum drehen, was sich der süße, farbige Sänger für ein neues Tattoo hat stechen lassen, mit welchem Rapper er sich mal kloppte oder was er zum Frühstück isst. Ein Junge hingegen wendet sich starken Kerlen wie Batman oder Spiderman zu, die schon so manchen Vater ersetzt haben. Jedem Klientel wird hier etwas geboten. Ob die Idole nun real existieren, rein imaginär auf gemaltem Papier oder in der Playstation vergöttert werden, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, dass jeder seinen künstlich geschaffenen Lebensmittelpunkt erhält. Frei nach dem Spruch „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ werden immer wieder neue Charaktere erfunden, geschaffen und präsentiert, die Fülle an Auswahl scheint keine Grenzen zu kennen.

Was dabei von kaum einem bemerkt wird, sind die kleinen, verdeckten Manipulationen. So hoppst in einer sogenannten „Boygroup“ mindestens ein Schwarzer oder wenigstens ein Migrationsstämmiger mit auf der Bühne rum, das A-Team hat seinen B.A. Barackus und der King of Queens seinen Deacon. Alles nette Typen, die vielleicht nebensächlich erscheinen, allerdings tiefgründige Botschaften vermitteln sollen. Die Botschaft lautet, dass Herkunft und Hautfarbe keine Rolle mehr spielen, wir unterscheiden uns , aber sind nicht grundverschieden, die Gesellschaft in bunt ist völlig normal, diese Leute gehören dazu!

Mehr noch, es werden auch Werte versteckt, die uns auf neue Bahnen lenken und die Alten vergessen lassen sollen. Ehre, Treue, Ehrlichkeit werden durch Egoismus, pekuniäre und kommerzielle Wichtigkeiten ersetzt. Mit solchen stilistischen Mitteln arbeitet das System. Was uns als Idole präsentiert wird, sind meist nichts weiter als ganz lausige Gestalten, die in das alte Weltbild nicht passen, bzw. nicht passen dürfen und dieser widerwertige „Fortschritt“ kennt keine Grenzen. Ein Paradebeispiel wäre diese/ dieser letzte/ letzer Gewinner/ Gewinnerin des Grand Prix Eurovision de la Chanson. Da dieser kleine Aufsatz möglichst (politisch) korrekt herüberkommen soll, möge man das Hin- Herschweifen zwischen Maskulin und Feminin entschuldigen. So sehr das auch nach einem Scherz am Rande klingt, ist eigentlich nichts lustiges an der Tatsache zu finden, dass diese künstlichen Idole unser Volk in Bahnen lenken sollen, derer es sich erfolgreich über tausend Jahre erwehren konnte.

Woher diese Erfindung von imaginären Zeichentrickhelden und Kunstmenschen kommt, ist allzu gut bekannt und es wird auch gar kein Hehl daraus gemacht.

Amerika! Das glorifizierte Amerika!

Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges schwappen durchweg die Trends und Gepflogenheiten zu uns rüber. Angefangen hat es mit Micky Maus, welche im Krieg Filme gegen die Nationalsozialisten „drehte“ und plötzlich der Freund jeden deutschen Kindes war. Elvis wurde populär wie in keinem anderen Land neben den Staaten.
Superman für die etwas älteren Kinder, Knightrider für die Leute mittleren Alters und Dallas für die etwas Betagten.
Für jeden gab es einen Helden, ein Idol und den Einstieg zur Leitkultur.

Wie bereits erwähnt war nicht nur der Absatzmarkt, also profitorientierte Vermarktungsrechte, Ziel der Einführung der U.S. Idole, sondern auch die ebenfalls genannte Manipulation. Der American Way of Life zog in die deutschen Wohnzimmer so schnell ein, wie das eigene Herkunftsbewusstsein derjeniger auszog, welche es zuließen.

Doch was soll das alles? Was hat Amerika (U.S.A) davon uns künstlich Idole ins Hirn zu hämmern?

Die Antwort fällt simpel aus: Manipulation und Kontrolle über das Individuum.

Sie geben vor, was wir zu denken und welchen Interessen wir zu folgen haben.
Sie ziehen uns nicht nur das Geld für wertlose Vermarktungsprodukte der „Idole“ aus der Tasche, sondern geben uns einen künstlichen Mittelpunkt, eine erfundene Ideologie.
Der Clou bei der ganzen Geschichte ist, im Gegensatz zum anfangs beschriebenen Führerkult um eine Person, steht uns frei, wer unser „Führer“ sein soll.

Die Flut an Informationen und Varianten ist dermaßen breit gefächert, dass jeder sein Idol findet und ihm möglichst viel Zeit widmet.
Und genau hier liegt der springende Punkt!

Man Vergisst seine Wurzeln, schafft sich eine neue herkunftsunabhängige Zukunft, wird frei von wahren Idealen und zu allem Überdruss zieht man sich in ein kleines autarkes System zurück, so dass man sich für das große System, welches einem das Ganze eingebrockt hat, nicht mehr interessiert.
Diesem Verständnis von „Mensch sein“ sollte man mit dem Erinnern, wer man ist und wo man herkommt, entgegentreten und jegliche Manipulation der „Leitkultur“ bei sich selbst unterbinden, um nicht am Ende wie im Film Matrix aufzuwachen und feststellen zu müssen, dass alles nur Illusion war.

Die Rechte Baden-Württemberg

One Response to Führerkult für jedermann

  1. Axel Müller sagt:

    Klasse Bericht –> weiter so!

Kommentar verfassen


Michael Kors Outlet Tampa Coach Online Outlet UGG Boots Youth Size 5 Wholesale Jersey Outlet Borsa Gucci Classica Coach Purses Canada Outlet Clay Matthews Womens Jersey Cheap Oakley Sunglasses China North Face Borealis