Manege frei für Quälerei

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Am späten Nachmittag des 24.06. machten sich Aktivisten von Die Rechte Enzkreis, unterstützt von einigen NPD-Aktivisten, auf den Weg nach Niefern. Anlass für diesen Ausflug war, auf die Missstände hinzuweisen, die jeder Zirkus, der mit Tieren arbeitet, mit sich bringt. Circus Bely, der derzeit in Niefern gastiert, wird in den lokalen Medien oft gelobt für seine „artgerechte“ Tierhaltung und den Nicht-Einsatz von Wildtieren wie Bären, Elefanten oder Löwen. Mag man ihnen dies zugutehalten, so besitzen sie dennoch annähernd 100 Tiere, darunter Kamele, Zebras und Araberhengste. Und auch die „Bestnote Eins“ vom Veterinäramt für die Tierhaltung ist keine Entschuldigung für stundenlanges Eingepferchtsein auf dem Weg zur nächsten Stadt oder die Methoden, wie man einem Tier „Kunststücke“ beibringt. Überhaupt sind wir der Meinung, dass Tiere weder im Zirkus noch im Zoo etwas zu suchen haben (auch nicht in Massenzuchtbetrieben für unser tägliches Billigfleisch). Sie haben die Freiheit ebenso verdient, wie wir Menschen.

Angekommen am Ort des Geschehens machte sich erst einmal Ernüchterung bei den Aktivisten breit. War der ursprüngliche Plan doch, die Zirkusbesucher nach Beendigung der Vorstellung mit einem Flugblatt über die Missstände aufzuklären. Wie sich dann aber herausstellte, war die Vorstellung sogut wie gar nicht besucht.

Etwas ernüchtert aber dennoch erfreut, dass ein Tierzirkus nicht mehr die Anziehungskraft zu haben scheint wie noch vor einigen Jahren, beriet man sich und fasste schlussendlich einen neuen Plan. Um nicht gänzlich umsonst nach Niefern gereist zu sein, verteilten wir unsere Flugblätter innerorts an Passanten und in Briefkästen. Damit eine möglichst weitläufige Verteilung gewährleistet war, teilten wir uns in mehrere Gruppen auf und wählten verschiedene Routen. Dabei kamen interessante kurze Gespräche mit Passanten zustande und auch die Flugblätter wurden fast gänzlich positiv entgegengenommen.

Eine Frau fiel dabei besonders auf, sie war mit ihrem Kind gerade auf dem Heimweg, hatte sich zuvor die eingezäunten Kamele neben dem Zirkuszelt angeschaut. Sie beharrte partout auf dem Standpunkt, im Zirkus würden keine Tiere gequält, viel schlimmer wäre die Haltung so mancher Haustiere. Mag sie mit letzterem Recht haben, so konnten wir sie doch auch mit den besten Argumenten nicht überzeugen. Sie war ein Paradebeispiel eines leichtgläubigen Volksgenossen, der trotz bester Argumente den Lügen glaubt, die er tagtäglich in den Medien konsumiert.

Auch an den Circus Bely noch ein paar Worte: Wenn ihr so stolz seid auf eure in Europa einzigartigen Attraktionen, warum vertieft ihr euch nicht auf eben jene und lasst die Tiere weg? Der Circus FlicFlac beispielsweise kommt doch auch gänzlich ohne Tiere aus, wird sogar auf Peta positiv erwähnt. Dann wird’s auch wieder mehr Besucher geben.

DIE RECHTE Baden-Württemberg

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