Ausflug zum Residenzschloss Ludwigsburg

Am 19.04.2015 besuchten die Mitglieder des Kreisverbandes Enzkreis das Residenzschloss in Ludwigsburg. Zur Pflege der Kameradschaft und zum Kräfte sammeln für den täglichen politischen Kampf sind Ausflüge dieser Art eine willkommene Abwechslung. Bei der Bewunderung der Bauweise des Schlosses wird einem immer wieder bewusst, welch kulturschaffendem Volk wir eigentlich angehören, aber gleichzeitig auch, das Probleme von damals sich bis in die heutige Zeit durchgesetzt haben bzw. wieder am Aufkeimen sind.

Das Residenzschloss ist eine der größten barocken Anlagen in ganz Deutschland. Es wurde zwischen 1704 und 1733 im Auftrag von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg errichtet. Ab 1718 wurde die Stadt westlich vom Schloss erbaut.

Steht doch die Barockzeit, mit ihren vielen prachtvollen Schlössern und anderen Bauwerken, wie kaum eine zweite als Beweis für die schöpferische Kraft unseres Vokes in den Geschichtsbüchern, so steht sie parallel aber auch für die Uneinigkeit und Zersplitterung unseres Volkes.

Hunderte deutscher Kleinstaaten existierten zu dieser Zeit, mit der Errichtung prachtvoller und teurer Schlösser wollten die jeweiligen Herrscher ihre politische Bedeutungslosigkeit kaschieren, während mancherorts das Volk Hunger leiden musste. Während eine Herrscherkaste wirklich alles im Überfluss hatte musste das Volk jeden Tag aufs Neue um das Überleben kämpfen.

Die Situation lässt sich gut in die heutige Zeit übertragen. Auch heute haben wir eine Herrscherkaste, die vorgibt unserem Volk zu dienen, darauf sogar einen Eid ablegt, doch die Interessen des Volkes werden täglich missachtet und mit Füssen getreten.

Zwar errichten sich die Herrscher heute keine Schlösser mehr, aber sie schaffen sich andere Denkmäler, wie z.B. sich groß den Humanismus auf die Fahne zu schreiben und alles Elend der Welt in Deutschland lösen zu wollen, indem man die Probleme der Welt nach Deutschland importiert. Wie damals auch gehen die Interessen des Volkes und die Interessen der Herrscher in komplett unterschiedliche Richtungen.

Wie auch damals ist unser Volk von Grund auf zerstritten, geteilt und gegeneinander aufgehetzt. Sei es in Parteien, in Gewerkschaften, Vereinen oder Konfessionen.

Nur wenn unser Volk geeint war ging es ihm in der Geschichte gut. Nur wenn es sich weder von innen noch von außen zersetzen ließ herrschte Einigkeit und Wohlstand. Diese Einigkeit aller Deutschen ist die Volksgemeinschaft, mit der unser Volk auch seine jetzigen Herrscher überstehen wird.

Reichskanzler Bismarck sagte einst: „Wenn die Deutschen zusammenhalten, so schlagen sie den Teufel aus der Hölle!“

Die Rechte Baden-Württemberg

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